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Für uns Menschen ist es sehr schwer bedingungslos zu vergeben. Vergeben ohne Vergessen wird aus dem Reich Gottes nicht anerkannt, nicht einmal beachtet. Christus erinnerte auf Erden uns Menschen daran und seine Belehrungen haben Gültigkeit bis an das Ende der Welt.

"Was ihr auf Erden gebunden habt und nicht gelöst wird, bleibt im geistigen Reich gebunden." Liebe braucht nicht gelöst zu werden, Liebe – alle göttlichen Eigenschaften – verbinden uns mit Gott und seinem Reich. Hier wird nicht von der körperlichen "Liebe" gesprochen, sie vergeht so schnell, wie sie gekommen ist.

Verlassen wir diese Erde mit Untugenden, binden wir uns weiter an den Todesfürsten Luzifer, seine Knechte oder unsere einstigen Widersacher, wenn wir nicht vergeben und vergessen, d. h. nicht Gott das Richten überlassen. Oder wenn wir nicht bereit sind, vor Gott unser Fehlverhalten zu bereuen und um Gnade bitten; dieses muss aber auch das Bemühen nachsichziehen, gut zu machen.

Missachten wir die göttlichen Gesetze, indem wir unseren Mitmenschen oder auch der gesamten Schöpfung Gottes Schaden zufügen ohne Reue und Wiedergutmachung, binden wir uns auch an diese Erde, indem wir z. B. in unseren nachfolgenden Erdenleben in die Regionen der Erde hineingeboren werden, wo wir u. U. die Schöpfung Gottes mit zerstört haben

Hat einer von uns einem oder vielen Mitmenschen großen Schaden zugefügt und ist nicht in der Lage, gutzumachen und ist sich seiner Schuld nicht einmal bewusst, ganz im Gegenteil, fühlt sich sogar noch im Recht, der wird nach seinem Tod mit Entsetzen geistig "erwachen". Aber nicht im himmlischen Reich, auch nicht unbedingt im Totenreich, sondern oft gebannt auf dieser Erde an seiner einstmaligen Wirkungsstätte.

Ich durfte zum Beispiel auf dem Gelände des einstigen Konzentrationslagers "Sachsenhausen" folgendes geistig hören, riechen und sehen:

Auf dem einstmaligen Appellplatz, wo Menschen jahrlang gequält und gefoltert wurden, in schlimmster Form, sah ich die Helfer und besonders auch die sogenannten "Schreibtischtäter" gebannt an den Boden "gekettet". Also auch die, die Befehle dieser Grausamkeiten anordneten und nach ihrem Tod sich verteidigten, sie hätten keine Kenntnis davon gehabt, in welcher Form ihre Befehle ausgeführt wurden.

Diese gebannten Wesen fühlen wie einst noch auf Erden, Schmerzen, Kälte, Hunger, Durst, Angst usw. und sie müssen die Schreie der einst gequälten Opfer hören und alles riechen. Auch im Bereich der Verbrennungsplätze.

Dreimal war ich bisher u. a. in Sachsenhausen und immer die beschriebene Gebanntheit. Besuche ich Friedhöfe, einstmalige Schlachtfelder oder Straflager usw. bete ich für die Opfer und auch für die Täter um Gnade und Erbarmen. In Bergen-Belsen hörte ich vor ca. 20 Jahren noch viele Opfer klagen, die sich in einer geistigen Depression – einem Schockzustand – befanden und die Hilfe der Engel nicht richtig einschätzen konnten. Beim zweiten Besuch kurze Zeit später vernahm ich dieses Wehklagen nicht mehr. Damals – also vor 20 Jahren – wurde mir der geistige Zustand der Gebanntheit von den Tätern noch nicht offenbart.

Sie werden sich fragen, warum auch für die Opfer beten? Menschen, die auf Erden sehr leiden mussten oder ganz plötzlich – wie in der heutigen Zeit die Opfer der Selbstmordattentäter – nach dem Verlassen ihrer irdischen Körperhülle sich bewusst sind, dass sie weiterleben und sich frei bewegen können, ziehen sich gesetzmäßig meistens an den Ort auf Erden, den sie gerade verlassen haben.

Sind Opfer von Selbstmordattentätern in dem Bewusstsein gestorben "Auge um Auge, Zahn um Zahn", jagen sie u. U. ihre Widersacher von einem Ort zum anderen. Der Täter wiederum meinte, nach dem Willen Gottes gehandelt zu haben und jetzt in das von Menschen versprochene Paradies einkehren zu dürfen. Die Opfer überlassen nicht Gott und den Seinen das Gericht und binden sich an ihre Mörder, dieses kann sehr lange von der göttlichen Welt zugelassen werden. Es kann sich um Jahrzehnte handeln oder . . .

Die sogenannten "Schreibtischtäter" – die Befehlshaber – einschließlich ihrer Helfer bleiben überwiegend solange an ihren Wirkungsstätten gebannt, bis alle Überlebenden verstorben und bereit sind, ihren Widersachern zu vergeben. Sind diese nicht bereit zu vergeben und Gott nicht das Gericht überlassen, bleiben sie mit den gebannten Seelen gewissermaßen gebunden und kommen in ihrer geistigen Entwicklung keinen Schritt weiter. Ihnen wird zwar die Gnade zuteil, indem Geister der Wahrheit gemeinsam mit Missionsengeln versuchen diese verzweifelten, heimkehrenden  Seelen zu belehren und zu trösten. Sind sie jedoch immer noch verbittert, voller Zorn, Hass und Rachegedanken stoßen sie wiederum die Geister Gottes ab und werden für eine Zeit sich selbst überlassen. Es bedeutet aber, noch keine Eingliederung in die Obhut der göttlichen Ordnung.

Darum spreche ich mehr als einmal von einer geistigen Überbevölkerung unseres Planeten. Würde Gott meinem Wunsch nachkommen, dass alle Menschen für kurze Zeit das geistige Elend auf unserer Erde erschauen, riechen und hören dürften, u. U. auch fühlen, gäbe es "für kurze Zeit" Frieden. Längst habe ich jedoch eingesehen, die Menschen würden nur nach ihrem Verstand für kurze Zeit einsichtig sein und über kurz oder lang wäre alles vergessen. Jedes gefallene Kind Gottes – also wir alle, die wir diese Erde durchwandern dürfen, nicht müssen – darf aus seinem Innern heraus freiwillig wieder gut werden, um die Schwingung, das Licht der göttlichen Welten überhaupt ertragen zu können. Alle luziferischen Eigenschaften in uns stoßen die göttliche Welt ab bzw. wir werden von Gott abgestoßen, sind ihm ganz fern.

Bekennende Christen, die das Vaterunser beten und auch den Satz: "Vergib uns unsere Schulden, wie wir vergeben unseren Schuldnern..." sollten besonders darauf achten, zu vergeben und zu vergessen.

Noch mehr sind wir Geistchristen verpflichtet - kann Gott es von uns erwarten - die Lehre Christi vorzuleben, wie wir an anderer Stelle bereits bekunden. Da wir nicht nur glauben, sondern auch die geistigen Einweihungen und Belehrungen der göttlichen Welt in Anspruch nehmen, können wir uns einst dem geistigen, göttlichen Gericht nicht mit Ausflüchten versuchen zu entziehen. Wir nehmen die Liebe und Gnade Gottes an, indem ER uns und auch allen Menschen, die zuhören wollen, die Geister der Wahrheit zur Seite stellen und nicht nur die, sondern unzählige Engel des Trostes, der Liebe, der Gnade, der Barmherzigkeit, des Heils usw. Christus hat einst verheißen: "Ich werde den Vater bitten, euch die Geister der Wahrheit zu senden, die euch in alles weitere einweihen werden."

Auch Nichtchristen, Ungläubige und Andersgläubige dürfen heimkehren, nicht nur wir, die davon sprechen, es glauben und es als klares Wissen für uns erkannt haben und anerkennen.

Darum ist für uns das folgende Dankgebet besonders heilig:

"Danke, geliebter himmlischer Vater – allmächtiger Gott -, dass du es zugelassen hast, dass Christus – dein geliebter eingeborener Sohn, unser König und Erlöser – überhaupt diese Erde betreten durfte, um uns und deine gesamte gefallene Schöpfung von der Sünde des Abfalls zu befreien. Danke, dass wir Gefallenen und alle Mitgeschwister dadurch wieder von dir als deine Kinder angenommen werden. Danke, für den Beistand deiner heiligen Geisterwelt, deiner vielen Engel, die uns ja erst seit der Erlösungstat Christi helfen und führen dürfen. Danke, dass wir alle wieder in dein Reich zurückkehren dürfen. - Segne bitte alle Geschwister, alles Leben mit uns, die jetzt noch von dir entfernt leben müssen. - Danke, im Namen Christi. – Amen!"

In unserer Gruppe beten wir u. a. gemeinsam für alle irrenden, gebannten und sich in der Läuterung befindlichen Geschwister, auch für die noch nicht inkarnierten, wartenden Seelen im Totenreich Luzifers.

Wir sind alle Geschwister – auch Sie, die diese Zeilen lesen -, sind Kinder Gottes. Durch unser Leben und Wirken zum Wohle unserer Mitmenschen – alles Leben auf diesem Planeten – können wir jeweils Gott immer näher kommen. Als seine Kinder erkennt uns Gott bereits wieder an. Wir müssen uns jedoch als würdig erweisen, um einst vor seinem Angesicht bestehen zu können, seine Schwingung – Ausstrahlung überhaupt ertragen zu können. Dieses erreichen wir nur durch das Überwinden aller luziferischen Eigenschaften, die wir vom Todesfürsten übernommen haben, denn die hat er uns vorgelebt, nachdem wir uns von Gott und Christus trennten und Luzifer gehorchten, vor langer – langer Zeit. Mathematisch erklären Engel Gottes uns, könnten wir Menschen es nicht erfassen.

Wir hoffen und glauben, durch unsere Veröffentlichungen werden viele Menschen geistig erwachen und haben den Mut, sich direkt an den Höchsten – Gott – dem Einen alles Lebens zu wenden, zu beten. Damit in der Folge jedes gefallene Geschöpf Gottes von Stufe zu Stufe in die göttliche Einheit wieder eingegliedert werden kann. Wann, entscheidet jeder von uns für sich allein. Aber gemeinsam können wir Menschen uns gegenseitig ermuntern, helfen und dazu beitragen, dass es heller, freier, lichter auf diesem Planeten wird. In der Folge müssen die Knechte Luzifers und alle seine ihm noch treugebliebenen Helfer weichen und verlieren immer mehr an Macht. 

Allen Lesern und Ihren Lieben wünschen wir reichen Segen Gottes, viel Gesundheit, Frieden und Weisheit.

 

 

11. Februar 2009/Copyright by Erika Degler