Aus christlicher Sicht sind Organspenden von verstorbenen Menschen nicht abzulehnen, um anderen dafür noch ein lebenswertes Dasein auf dieser Erde zu ermöglichen oder sogar ein Menschenleben zu retten. Jedoch muss ich durch meine geistigen Erkenntnisse und ganz praktischen Einsichten in die geistige Welt einen Einwand vorbringen. Lesen Sie bitte die folgenden Schilderungen, damit Sie meine Vorbehalte nachvollziehen können.
Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts erhielt ich einen Anruf einer Freundin. Es war am frühen Nachmittag. Der Mann dieser Freundin war gerade verstorben, genau um 13.10 Uhr. Das geschah nicht unvorbereitet für die Angehörigen und Freunde, denn er war unheilbar erkrankt. Er war erst Mitte 40. Mit einer gemeinsamen Freundin betreute ich ca. 5 Monate lang den Leidenden und wir versuchten, die Ehefrau zu stärken, auch für die Zeit danach.
Der Kranke konnte nicht glauben, dass er nach dem irdischen Tod weiterleben würde und dass es eine höhere Macht gibt. Er hatte vorbildlich gelebt, und so wusste ich, dass er genug Beistand von den zuständigen Engeln Gottes bekommen würde, wenn seine Stunde naht. In all den Monaten erklärten wir dem Kranken immer wieder: "Spätestens eine Sekunde, nachdem du deinen grobstofflichen Körper, deine Erdenhülle, verlassen durftest, willst du nicht mehr zurück. Habe bitte keine Angst!" Immer wieder hörte der kranke Freund von uns diesen Satz. In den letzten Wochen konnte er sich nicht mehr äußern, aber er verstand unsere Erklärungen.
Am Sterbetag erklärte ich der Witwe, ich könne erst ab 21.00 Uhr abends vorbeikommen. Sie war sehr aufgeregt, denn trotz der stark geschwollenen Finger war der Ehering verschwunden. Sie meinte, der Arzt und zwei Krankenschwestern hätten mit ihr alles abgesucht und sie hoffte, ich könne auf Grund meiner geistigen Gaben helfen, den Ring zu finden, der auf so mysteriöse Weise verschwunden war. Ich schwieg und blieb bei meiner Terminangabe. Im Stillen betete ich für den Verstorbenen und bat um den göttlichen Beistand im Namen Christi.
Gegen 21.15 Uhr betrat ich die Wohnung der Witwe. Es waren inzwischen drei weitere Familienangehörige eingetroffen. Den Ring ignorierte ich und ging sofort in das Schlafzimmer, in dem der Körper des Verstorbenen bereits eingekleidet auf einem Bett lag. Ich bat um eine Kerze, Ruhe und darum, für kurze Zeit am Bett des Verstorbenen allein sein zu können. Dann setzte ich mich neben das Bett, zündete die Kerze an und betete erst ein Vaterunser, dann ein ganz persönliches Gebet für den Freund. Meine Gebete waren gerade beendet, da konnte ich vor Staunen kaum ruhig bleiben. Es ereignete sich etwas, was ich bisher bei Sterbenden bzw. Verstorbenen noch nicht kannte. Der gesamte Körper, bis auf den Kopf, senkte sich blitzschnell ab. Der Stoff des Anzuges bewegte sich durch das Abflachen, alles geschah sehr schnell. Dann hörte ich sofort die Worte: "Eine Sekunde, ja eine Sekunde, eine Sekunde!" Mehrmals nahm ich diese Worte geistig wahr und fing an zu jubeln. Ich hätte tanzen können, aber ich musste Rücksicht auf die Angehörigen des Verstorbenen nehmen. Dann sagte ich zu der Seele: "Das habe ich dir doch immer gesagt und unsere gemeinsame Freundin!" Neben dem Verstorbenen standen zwei lichte Gestalten, Engel, die den Freund liebevoll in ihre Mitte genommen hatten.
Nun musste ich die Witwe auf die Veränderung des Leichnams vorbereiten. Wie sollte ich es ihr erklären, was ich erlebt hatte? Wie würde sie damit umgehen? Ich verließ das Zimmer und versuchte, der Witwe sowie ihren Angehörigen zu verdeutlichen, dass es besser sei, gleich das Bestattungsunternehmen zu benachrichtigen und den Verstorbenen möglichst so in Erinnerung zu behalten, wie sie ihn noch vor kurzer Zeit wahrgenommen hatten, ihn also nicht noch einmal anzusehen. Dieser gut gemeinte Rat wurde nicht verstanden, so war der Schock in der Folge für alle groß. Nun kamen mir wieder einmal meine Erkenntnisse über die geistigen, göttlichen Gesetzmäßigkeiten auf diesem Planeten zugute, auch durch meine geistigen Gaben. Die feinstofflichen und grobstofflichen Welten trafen aufeinander und flossen ineinander.
Ich unternahm den Versuch, der Witwe die geistigen Vorgänge zu erläutern. Die Lebensströme, das Od, wären noch nicht vollständig aus dem Erdenkörper entwichen und noch immer mit dem Geistleib des Verstorbenen verbunden gewesen. Ihr Mann habe ja nicht glauben können, dass es überhaupt ein Leben danach gibt, und so verblieb er noch ganz in der Nähe seiner Erdenhülle. Er hatte sich dadurch für kurze Zeit selbst gebannt und konnte die helfenden Wesen Gottes nicht wahrnehmen.
Mehr konnte die Witwe in diesem Moment nicht ertragen, darum ergänze ich meine damalige Einschätzung. Also, diese Seele glaubte nicht an die göttliche Welt und war dadurch auch nicht in der Lage, diese bzw. die Helfer aus den Himmeln wahrzunehmen. Durch mein Erscheinen, der Verstorbene kannte mich ja gut genug, wurde sein geistiges Bewusstsein geweckt. Er hörte meine Gebete und sein geistiges Empfinden wurde immer intensiver. Die restlichen Lebensströme – Energien – zogen sich gesetzmäßig zu dem Verstorbenen. Jetzt erst war das Erdenkleid, die Erdenhülle, endgültig tot, leer. Tot war der einstmals auf Erden Ungläubige nicht, auch nicht von Gott getrennt, er wurde sofort von Engeln Gottes betreut! Er hatte auf dieser Erde trotz seines Unglaubens versucht so gut er konnte die Tugenden zu leben und nur das zählt bei Gott und Christus. Wieder erinnere ich an die Worte meines Engels, die ich schon mehr als einmal vernahm: "Merke dir eines, Gott zählt nicht die Kirchgänge und die Gebete, sondern die guten Taten!" Christus hat es einst auf Erden belehrend verkündet: "Gebete ohne gute Taten haben keinen Wert!"
Nun durfte ich das Glücksgefühl und die Erleichterung dieses Freundes im Geistigen miterleben. Es ist immer wieder ein Stück Himmel für hellsichtige Menschen, wenn sie beobachten dürfen, wie in diesem Fall ein schwer erkrankter Mensch in der jenseitigen Welt geistig erwacht und glücklich ist, seinen schweren und kranken Erdenkörper nicht mehr mit sich herumschleppen zu müssen.
Der Ehering ist am nächsten Tag unter dem Leichnam gefunden worden, obwohl am Tage davor alles abgesucht worden war und der Ring nach menschlichem Ermessen gar nicht vom Finger hätte fallen können, da diese stark angeschwollen waren. Wie kann so etwas geschehen? Vielleicht können Physiker damit etwas anfangen, was ich jetzt versuche anzudeuten. Der Ring bestand aus Gold, derartige Edelmetalle haben auch viele feinstoffliche Fluide in sich bzw. können diese anziehen und auch wieder abgeben. Sie können auch als "Transformatoren" dienen, indem sie feinstoffliche Ströme schwingend und wirbelnd abgeben und wiederum aufnehmen. Der Ring wurde in diesem Falle dematerialisiert und wieder nach Stunden in grobstoffliche Materie umgewandelt.
Der Verstorbene sagte noch im Beisein seiner Ehefrau zu mir, immer noch zwischen zwei Lichtwesen, Engeln, stehend: "Sage ihr bitte, sie ist frei – sie ist frei! Ich bin auch frei. Danke für alles, dir und auch unserer Freundin!" Dann trat der Verstorbene etwas zurück und schaute die Engel an, die ihn wiederum in ihre Mitte nahmen und - einen wunderschönen Lichtwirbel hinter sich lassend - waren sie mit dem verstorbenen Freund und Ehemann entschwunden, in eine schönere Welt.
Die Farben und die Feinstofflichkeit sind mit irdischen Worten nicht zu beschreiben, es fehlen uns Menschen die Begriffe. Es kommt in solchen Momenten vor, dass ich kurz wunderschöne Gerüche wahrnehme. In diesem Fall nahm ich auch geistigen Weihrauch war, die Düfte sind unbeschreiblich fein, nicht mit den Gerüchen auf unserer Erde zu vergleichen.
Nun verstehen viele Leser unter Umständen, warum ich Bedenken habe, wenn Organe von Verstorbenen gespendet werden sollen. Zusammenfassend, die Sterbezeit war 13.10 Uhr und ich trat gegen 21.20 Uhr an das Bett, in dem der Körper des verstorbenen Freundes lag. Gegen 21.36 Uhr erlebte ich die oben beschriebenen Ereignisse. Also erst gegen 21.36 Uhr hatten sich Geist und Seele endgültig von dem irdischen Körper getrennt! Was wäre zwischenzeitlich geschehen, wenn Organe ab 13.10 Uhr entnommen worden wären? Wer keinen Einblick in die geistigen Lebenszustände hat, kann nicht erahnen, wie sehr derartige Seelen leiden. Nun kann ich nichts beweisen, aber es könnte möglich werden, diese für menschliche Augen nicht sichtbaren Vorgänge auf Filme zu bannen.
Es gab ein Buch "Der Frevel der Feuerbestattung", geschrieben von einem Pastor, darin wurden meine Erkenntnisse bestätigt. Leider ist es vergriffen.
Einen Vorschlag kann ich allen Interessierten unterbreiten. Versuchen Sie wenigstens für verstorbene Angehörige, Freunde und Mitmenschen zu beten. Das Leid der Verstorbenen in ihrer neuen Daseinsform kann die Hölle sein, wenn diese keine geistigen, göttlichen Erkenntnisse hatten und nicht von Menschen durch Gebete begleitet werden. Wenn diese auf gar keinen Fall damit rechneten, ganz real weiterleben zu dürfen. Besonders tragisch wird es, wenn Verstorbene über Gott, Christus und die heiligen Geister lästerten und noch dazu ein Gott abgewandtes Leben führten. Dann bekommen derartige Seelen unwahrscheinliche Ängste und bannen sich dadurch hier auf Erden, oft sogar noch lange an ihre Erdenhülle.
Hinterbliebene sagen oft: "Warum hat er/sie mich verlassen?" - "Warum hat er/sie mir dieses angetan?" Derartige Sätze, es sind sogar Vorwürfe, sollten unbedingt unterlassen werden, nicht einmal gedacht werden. Im Geistigen sind auch Gedanken Worte. Nicht ein Verstorbener hat entschieden, abgesehen bei Selbstmord und Mord, diese Erde verlassen zu dürfen, die Entscheidung fällt eine höhere Macht - Gott -, ausgeführt von heiligen Geistern unter der Führung Christi.
Wenn Menschen sich mehr über die geistige Welt Gedanken machten und ein Leben nach diesem Dasein auf der Erde in Betracht ziehen würden, gäbe es auch nicht den sogenannten Todeskampf.
In früheren Zeiten schliefen noch viele Menschen ganz sanft in ihren Betten ein, d. h. sie lösten sich problemlos mit Hilfe der dafür zuständigen Engel. Diese Menschen hatten noch Gottvertrauen und keine Angst vor dem Sterben. Sterbende schlagen oft tagelang in alle Richtungen, man meint sie wehren sich, aber kein Mensch sieht, was geistigerseits abläuft. Sie wehren sich wirklich. Sie sehen Wesen Gottes, die über ihnen schweben und schwingen und versuchen, den unvergänglichen Geistleib mit der Seele aus dem Erdenleib zu lösen. Die Engel sind größtenteils nicht als Lichtwesen für Sterbende erkennbar, es kommt auf den Läuterungs- und Glaubenszustand an. Ich spreche hier von geistigen "Geburtshelfern". Die Atmung von Sterbenden wechselt oft in einem ziemlich gleichen Rhythmus, erst ganz flach und ruhig, dann wieder kräftig unruhig. Dieses nenne ich immer "geistige Presswehen". Wie hier auf Erden menschliche Geburten ablaufen. Man spricht doch von einer leichten oder schweren Geburt.
Abschließend folgendes: Organspender (zu Organspenden Bereite) sollten sich nach meinen Erfahrungen grundsätzlich auch mit dem Leben danach befassen. Sie sollten in Betracht ziehen, dass sie sofort in eine geistige Daseinsform wechseln und weiterleben. Können sie dieses bejahen und sind bedingungslos in der Lage, die Ordnung Gottes anzuerkennen, also sich darauf vorzubereiten und daraufhin von der Ordnung Gottes erfassen zu lassen, ist die 100prozentige Loslösung vom Erdenleib gewährleistet.
Gott segne Sie mit viel Weisheit, Frieden und Liebe durch Christus!